Atemstörung (z.B. Schnarchen)

Ihre HNO Privatpraxis im Zentrum von Essen

Schlafstörung und Schnarchen

Schnarchen ist eine Schlafstörung, die nicht immer harmlos ist. Bei Verdacht auf unerholsamen Schlaf ist der Gang zum HNO-Arzt indiziert. Typische Anzeichen für eine Schlafstörung sind z.B. Tagesmüdigkeit, Unausgeschlafenheit am Morgen (obwohl man meint gut geschlafen zu haben), Konzentrationsstörungen sowie Mundtrockenheit.

Schnarchentstehung

Wenn die Atemwege sich verengen, schnarcht der Mensch häufig (jedoch nicht immer), was auch durch Erkältungen und manchmal nach übermäßigem Alkoholgenuss (da die Muskulatur erschlafft) passiert. In den meisten Fällen ist das harmlos. Neben dem unangenehmen Aufwachen des Schnarchers fällt auch der Sauerstoffgehalt des Blutes ab, außerdem verhindern die Weckreaktionen einen erholsamen Schlaf. Doch nicht immer wird der Schläfer wirklich wach. Ein Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut kann Nachts auch ohne Schnarchen auftreten.

Wenn Sie diese Symptome bei sich feststellen, gehen Sie zu einem HNO-Arzt. Die Tagesmüdigkeit kann im schlimmsten Fall zu gefährlichen Situationen zum Beispiel im Straßenverkehr führen. Im Zuge einer Untersuchung kann der HNO-Arzt Ihnen ein Gerät mit nach Hause geben, mit dem Ihr Schlaf überprüft werden kann. Auch unsere HNO Praxis in Essen kann Ihnen so ein Gerät zur Verfügung stellen und führt die entsprechende Therapie gern durch!

Schnarchen und seine Folgen

Schnarchen bezeichnet ein lautes und störendes Geräusch, welches in den oberen Atemwegen eines schlafenden Menschen entsteht. Mit zunehmendem Alter schnarcht etwa die Hälfte aller Menschen, wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Aber auch etwa 10 % der Kinder schnarchen.


Das Schnarchgeräusch entsteht, wenn Zäpfchen und Gaumengewebe flattern. Meist passiert dies durch die schlafbedingte Erschlaffung der Zungen- und Rachenmuskulatur. Auch anatomische Gegebenheiten können eine freie Nasenatmung verhindern. Gründe hierfür können etwa Polypen, eine erschlaffte Muskulatur im Nasen-Rachen-Bereich, eine Nasenscheidewandverkrümmung, oder eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sein. In vielen Fällen ist das Schnarchen abhängig von der Körperlage. So kommt es öfter in Rückenlage zum Schnarchen. In dieser Position kann der Unterkiefer des Schlafenden nach hinten sinken und so den Atemweg verengen.

Übergewicht oder genetische Veranlagung sind weitere Gründe, die das Schnarchen verursachen können. Bei diesen Personengruppen kann der Atmungsapparat des Schlafenden nicht in jeder Körperlage die nötige Spannung aufrecht erhalten, die das Schnarchen verhindern würde. Auch Alkoholkonsum oder die Einnahme von Beruhigungsmittel, Schlafmitteln, Tranquilizern und Psychopharmaka fördern die Erschlaffung des Gaumensegels und somit auch das Schnarchen.

Beim Schnarchen muss zwischen einem gelegentlichen, ungefährlichen Schnarchen und einem krankhaften Schnarchen unterschieden werden. In jedem Fall kann Schnarchen ein Symptom für eine gefährliche Krankheit sein. Besonders gefährlich ist, wenn nachts durch Erschlaffung der Schlundmuskulatur die Luftröhre blockiert wird. Die schlafende Person atmet dann nicht mehr, obwohl das Zwerchfell weiterarbeitet. Diese Atempausen werden Apnoe genannt. Wenn im Schlaf pro Stunde mehr als 10 solche Atempausen auftreten, spricht man vom „Schlaf-Apnoesyndrom“. Aber auch schon fünf und mehr Atemaussetzer von mehr als 10 Sekunden Dauer pro Stunde Schlaf, können ein sogenanntes obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom darstellen, wenn der Patient weitere diagnostische Kriterien erfüllt wie beispielsweise übermäßige Tagesschläfrigkeit.

Während der Apnoe-Phasen sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut. Der Druck in Gehirn-, Blut- und Lungengefäßen nimmt zu. Das Herz-Kreislaufsystem wird dadurch stark belastet. Wird vom Körper ein Mangel an Sauerstoff registriert, löst er eine Positionsänderung oder eine kurze Weckreaktion aus, wobei meist besonders laut geschnarcht wird. Dieser Vorgang kann sich in Extremfällen bis zu 600-mal in der Nacht wiederholen. Man kann sich vorstellen, dass dies schwerwiegende Folgen für den Betroffenen hat, die er aber selten direkt mit seiner Krankheit in Verbindung bringt, weil er selbst ja nichts von den nächtlichen Vorgängen bemerkt. Er fühlt sich anfangs „nur“ unausgeschlafen und müde.

Symptome eines Schlaf-Apnoesyndrom

  • Gedächtnisstörungen
  • Tagesschläfrigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • beim Aufwachen nicht ausgeruht
  • morgens Schwindelgefühl
  • gesteigerte Reizbarkeit
  • Nachtschweiß
  • häufiges nächtliches Wasserlassen
  • Kopfschmerz beim Erwachen
  • Allgemeine Leistungsschwäche

Die Folgen von Schnarchen werden von den Betroffenen häufig unterschätzt. Dabei treten die ersten Symptome des Schnarchens vor allem aufgrund des Mangels an einem erholsamen Schlaf auf. Schnarchen unterbricht die wichtigen Traum- und Tiefschlafphasen bei den Betroffenen. Als Folgen daraus kommt es zu verstärkter Nervosität und Müdigkeit auch nach langem Schlaf. In schwerwiegenderen Fällen des Schnarchens kann es sogar zu Beeinträchtigungen am Herz sowie des Kreislaufsystems kommen, was ein erhöhtes Infarkt- und Schlaganfallrisiko zur Folge hat.
Eine unbehandelte chronische Schlafapnoe ist häufig der Grund für Beeinträchtigungen im Job. Sogar Autounfälle können darauf zurückgeführt werden. Eine Studie belegte ein dreifach erhöhtes Risiko für KFZ-Unfälle.

In einer norwegischen Studie der American Heart Association wurde herausgefunden, dass schlechter Schlaf auf Dauer das Herz und die Gefäße gefährdet. In Zahlen ausgedrückt: Wer nachts oft wach wird, hat ein um etwa 30 Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Häufige Einschlafstörungen würden ein 45 Prozent höheres Risiko bedeuten. Wer sich nach dem Schlaf nicht ausreichend regeneriert fühle, für den erhöhe sich das Risiko für Herzerkrankungen um 27 Prozent. Je mehr unterschiedliche Symptome von Schlafstörungen die Teilnehmer der Studie beklagten, desto höher bewerteten die Forscher ihr Gesamtrisiko.

Eine weitere unangenehme Folge für Männer können Erektionsstörungen sein. Laut einer Studie von Regensburger und Münchener Forschern sind bei 69 Prozent der Männer, die unter Schlafapnoe leiden, auch Erektionsstörungen aufgetreten.

Aber nicht nur für den Betroffenen selbst ist das Schnarchen ein Risiko, auch die Gesundheit des Partners und die Beziehung zu ihm wird gefährdet, wenn dieser durch die „nächtlichen Geräuschattacken“ immer wieder geweckt wird. Sollten Sie unter Schnarchen leiden, bieten wir Ihnen in unserer Praxis eine individuelle Beratung. Heute stehen uns viele Möglichkeiten zur Verfügung, um die Ursache Ihres Schnarchens herauszufinden und anschließend mit Ihnen eine Therapie zu erarbeiten.